Merzmensch

DADAistisches und dadaLOSES


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Dinge sind Erinnerungen. Erinnerungen sind Dinge. (Mit Kurt Schwitters drin)

Das Schlimmste für einen Hüter der Erinnerungen ist nicht der Schmerz. Es ist die Tatsache, dass man als Hüter so isoliert leben muss. Dabei sollte man Erinnerungen mit jemandem Teilen können“

Diese Zitat aus dem dystopischen Roman „Hüter der Erinnerung“ von Lois Lowry spiegelt diese seltsame Einsamkeit wider, die jeder Mensch inne trägt. Wie verbunden und von den anderen umgeben du auch sein magst, deine innere Welt schwankt immer wieder zwischen zwei Extremen:

☞ sie möchte eine geheime Privatsphäre eines Individuums bleiben,
☞ sie möchte die äussere Welt daran teilhaben lassen.

Wir sind alle von unseren Erinnerungen umgeben, wir sind alle von Dingen umgeben. Die materiellen und emotionalen Konstruktionen sind in unserem Geiste verwoben. Ihre ewige Metamorphose ist eine Wahrheit, mit der wir nicht gerne umgehen:

Wem wird die Tatsache gefallen, dass unsere Erinnerungen sich ständig verändern und für uns selbst „Fake News“ werden könnten? Oder bereits sind.

Die materiellen Dinge helfen den Erinnerungen, mehr oder weniger stabil zu bleiben. Und selbst wenn sich die Erinnerungen um die Dinge herum ändern – die Dinge ändern sich nicht. Deshalb möchte ich Ihnen meine ganz persönlichen Dinge vorstellen – in meiner neuen Serie „Hab&Gut„. Ich werde Ihnen Dinge zeigen und meine persönlichen Erinnerungen darüber erzählen – und ihre Verbindung mit der ganzen Welt. Meine erste haben Sie sicher in meinerKremlerfahrung gelesen.


Schwitters im Becher.

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Ich war einmal in einem typischen „Design-für-alle“-Shop. Sie kennen solche Art Geschäfte. Jede Menge Kitsch und Vintage-Kram. Kisten und Lampen für Ihre Gentrifizierungsparty. Besteck mit Anspruch, als Kunstgegenstand gesehen zu werden. Bilder, die Sie nicht an die Wand hängen werden, es sei denn, Sie wollen Ihre Hipster-Träume leben.

Verlassen Sie das Simulakrum!

Und dann, inmitten all dieses Zeugs, rief mich jemand. Es war kein Mensch. Es war ein Text.

What a b what a b what a beauty
What a b what a b what a a
What a beauty beauty be
What a beauty beauty be
What a beauty beauty beauty be be be
What a be what a b what a beauty
What a b what a b what a a
What a be be be be be
What a be be be be be
What a be be be be be be be a beauty be be be
What a beauty.

Ich kannte den Text zu gut. Es war ein Gedicht von Kurt Schwitters, das er 1944 auf Englisch schrieb. Nach seiner Peripetien (Flucht vor den Nazis, Leben auf der einsamen Insel in Norwegen, Deportation in das Internierungslager Hutchinson, „das Künstlerlager“ auf der Isle of Man) lebte er in London. 1944 erlitt er seinen ersten Schlaganfall.

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Kurt Schwitters, Four Portraits — 1944

Es war eine harte Zeit – aber er sah immer die Beauty in the Being. Schönheit im Sein.

Beauty in a Be

beauty in a b

Und jetzt – in diesem kitschigen Laden fand ich diese Kaffeetasse. Ein Designer überlegte, dieses kaum bekannte Gedicht eines kaum bekannten Dichters (das Literarische dieses weltbrühmten Künstlers wurde auch nur zu spät entdeckt) auf eine Massenproduktions-Tasse zu übertragen.

Er oder sie rettete die Erinnerungen und übertrug sie in die weite Welt.

Die Einsamkeit wurde besiegt. Alles ist miteinander verbunden und verMERZt.

Ich war zutiefst berührt. Ich habe die Dialoge über Jahrhunderte hinweg gehört. Die Erinnerungen sind gerettet.

Was für eine Schönheit.

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Du bist ein sehr kluger Hund. Aber Du hast noch nie ein solches Buch gelesen.

 

Seltsame Zeiten, seltsame Tage.
-J.D. Salinger

Nun, an dieser Stelle muss ich zugeben, mein Hündchen, dass ich nicht denke, das Buch wäre gut für Dich geeignet. Du bist ein sehr kluger Hund. Du weißt, dass Du einen sehr guten Kopf für Bücher hast. Du weißt, dass Du klug bist. Du weißt, dass Du nicht dumm bist. Aber Du hast noch nie ein solches Buch gelesen. Du wusstest nicht, dass es ein Buch namens Der kleine Prinz gibt, in dem ein kleiner Prinz aus einem kleinen Dorf kommt und sich in die große Stadt begibt und dort all die schlimmen Dinge passieren. Du  wusstest nicht, dass das Buch Der kleine Prinz heißt, weil Du es in keinem Bücherregal finden konntest.

Aber ich sage Dir was.

Wenn Du wirklich daran interessiert bist, etwas über dieses Buch zu erfahren, komme zu mir, ich habe eine ganze Menge Informationen über dieses Buch. Aber für mich besteht der Schlüssel zum Verständnis von Dem Kleinen Prinz darin, das Buch mitzunehmen, das Buch in die Schule zu bringen, das Buch ins Einkaufszentrum zu bringen, es in die Buchhandlung zu bringen, es in die Bibliothek zu bringen, es abzuholen, in eine Büchertasche zu stecken und dann zu lesen.

Das habe ich also getan. Ich brachte das Buch in den Buchladen, nahm es mit, steckte es in die Tasche und las es dann.

Und ich glaube, dass es Dir wirklich gefallen wird. Ich denke, Du wirst sehen, dass es einfach ein gutes Buch ist.

Und für den Rest von Euch hoffe ich, dass Euch das Buch genauso viel Spaß macht wie mir.

Also, bringt Den kleinen Prinzen in den Buchladen, holt es ab, steckt es in die Büchertasche und liest es dann.

Und ich hoffe, dass Euch die Lektüre dieses Buches mehr Spaß machen wird als mir.

(Gelächter)

Ich danke Ihnen sehr.

Ich danke Ihnen vielmals.


Dieser Text wurde mit KI erstellt (GPT-2, Englische Version). Meinerseits habe ich nur „Seltsame Zeiten, seltsame Tage“ eingegeben und den Text ins Deutsche übersetzt.


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Kein #SocialDistancing in Zeiten von #CoronaVirus!

Alle sprechen von Social Distancing, einer Strategie gegen Verbreitung von Corona-Pandemie. Die Medien plädieren für Social Distancing. Regierungen fordern Social Distancing. #Social Distancing ist ein Trend-Topic auf Twitter. Sogar Trump:

Und jetzt ist es sogar angeordnet – es dürfen nicht mehr als 2 Personen zusammenkommen.

Hören Sie jetzt damit auf. Oder nennen Sie es anders.

Soziale Distanzierung – als eine Reihe von nicht-pharmazeutischen Maßnahmen zur Infektionskontrolle, um eine pandemische Krankheit zu verlangsamen – ist eine alte Strategie:

  • direkten Körperkontakt vemeiden (Händeschütteln usw.)
  • Ansammlung mehrerer Personen an einem Ort vermeiden
  • das Meiden von öffentlichen Verkehrsmitteln, Konzerten, Spielplätzen
  • so lange wie möglich zu Hause bleiben usw.

Kurz: Abstand zwischen den Menschen halten.

Die früheste Erwähnung finden wir sogar im Alten Testament:

45 Der Aussätzige mit dem Anzeichen soll eingerissene Kleider tragen und das Kopfhaar ungekämmt lassen; er soll den Bart verhüllen und ausrufen: Unrein! Unrein! 46 Solange das Anzeichen an ihm besteht, bleibt er unrein; er ist unrein. Er soll abgesondert wohnen, außerhalb des Lagers soll er sich aufhalten. (Levitikus, 13:45)

Aber „Social Distancing“ ist der absolut falsche Narrativ.

Wir sind soziale Wesen. Schon Aristoteles definierte den Menschen als Zoon Politikon (ζῷον πολιτικόν, wörtlich: „soziales Wesen“). Kommunikation, Beisammensein ist die Essenz unserer Existenz – von unseren Zusammenkünften am Lagerfeuer in der Steinzeit bis zum Cappucino in Ihrem Lieblingscafé.

Heute warnen die Forscher: körperliche Begegnungen sollten vermieden werden, um die Ausbreitung der Infektion zu verhindern – und sie nennen es immer wieder „soziale Distanzierung“.

Doch dieser Begriff ist auf kommunikativer, psychologischer und soziologischer Ebene irreführend, ja verheerend. Er erzeugt ein beklemmendes Gefühl, das, gemischt mit alarmierenden Nachrichten aus allen Medien über die große Pandemie, Depressionen und Panikattacken auslösen kann und wird. Isolation. Einsamkeit. Alles, was zu vermeiden ist, besonders jetzt.

Denn in der Tat geht es bei „Social Distancing“ nur um „physische Präsenz“.

Es gibt so viele Möglichkeiten, die Kommunikation aufrechtzuerhalten, in Kontakt zu bleiben, ohne vor Ort präsent zu sein. Virtuell zusammen zu sein.

Und ich bin sicher, die Vorteile von Coronavirus werden sein: unsere Kommunikation neu zu gestalten, sie mit digitalen Kanälen zu erweitern und zu verbessern. Renaissance der Kommunikation. Die Globalisierung unserer Kulturen.

Hier sind nur 3 Möglichkeiten (von unendlich vielen vorhandenen), den Kontakt aufrecht zu erhalten und in Zeiten von Corona gemeinsam sich mit wunderbare Sachen zu beschäftigen. Hier geht es nicht um eine soziale Distanzierung – es kann noch sozialer werden, indem wir alle digitalen Kanäle und transmedialen Werkzeuge nutzen, die wir heute haben.

Lassen Sie sich inspirieren! Kommunizieren Sie! Kommen Sie zusammen (im Online-Modus). Aber – verhindern Sie die Möglichkeit einer Pandemie: Bleiben Sie lieber zu Hause. Sie sind nicht allein – die ganze Welt ist bei Ihnen.

Stoppt Soziale Distanz, bewahrt Physische Distanz!

Group Friends Video Chat Connection Concept

Adobe Stock, FILE #: 113867334 (RawPixel.com)

1. Bleibt zusammen (virtuell)

Treffen Sie sich mit Freunden in Ihrem Lieblingscafé? Schalten Sie auf die digitalen Kanäle um. Wie wäre es mit gemeinsamem Kaffeetrinken, bei einer gemeinsamen einer Music-Playlist, mit einem Gespräch über Gott und die Welt?

Das kann man mitlerweile auf so viele Arten tun:

2. Gemeinsam kreativ sein

Hier ist eine kleine Auswahl an kollaborativen Werkzeugen – für Projektmanagement, Planung, Datenmanagement. Es klingt alles schrecklich nach Arbeit  kann aber auch für viele kreative Projekte genutzt werden. Dichten Sie gemeinsam eine neue Welt von Grund auf. Schreiben Sie einen Roman in Team. Tauschen Sie Ideen und spinnen Sie einfach!

  • Slack /MS-Teams –  praktische Lösung für kollaboratives Arbeiten
  • Anchor.fm – wie wäre es mit der Erstellung eines Podcasts – weltweit mehrsprachig? Es gibt so viele Themen – und es gibt so viele Leute, die das jetzt brauchen. (Und die aufgrund der Umstände viel Zeit haben).

3. Gemeinsam lernen

  • Khan Academy – kostenlose Kurse zu verschiedenen Themen.
  • Coursera, Udemy – sind nur einige der richtigen Orte zum Lernen.
    TIPP: In Coursera können Sie während des Unterrichts in Foren mit Ihren Komillionen kommunizieren.
  • Wem das noch nicht reicht, der findet hier eine umfassende Sammlung von Online-Kursen und MOOCs.

Lassen Sie sich von dieser kleinen Liste von Werkzeugen inspirieren. Und hier ist eine größere, die ständig aktualisiert wird:

https://techagainstcoronavirus.com/?utm_campaign=By-Weekly%20Newsletter

Seien Sie nicht allein, meine Freunde! Lasst uns in Kontakt bleiben!

Und schreiben Sie in den Kommentaren, welche Werkzeuge Sie benutzen, um in Zeiten von Pandemien digital verbunden zu sein?

Englische Version in DDI.


Ein Kommentar

Europa Redux. Fall: Ungelöst.

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Fragment aus den geheimnisvollen Manuskript. Reproduktion von Honey&Wax

To English Version.

Die Jagd auf seltene Bücher ist spannender als eine Schatzsuche. Bücher sind merkwürdig und launisch; sie erzählen ihre Geschichten auf eine raffinierte, weise und witzige Art, ganz anders als so ein weiterer glänzender Diamant.

Niemand weiß das besser als Heather O’Donnell, eine Buchhändlerin, Forscherin und – lassen Sie es mich so nennen: Buchjägerin. 2011 gründete sie Honey & Wax Booksellers in Brooklyn. Und einige Jahre später eröffnete sie zusammen mit Rebecca Romney einen Honey & Wax Book Collecting Prize, um vor allem junge Frauen für das Entdecken seltener Bücher zu begeistern und zu motivieren

Wir ermutigen aufstrebende Sammler, den Büchern, die sie faszinieren, Aufmerksamkeit zu schenken, auch wenn sie noch nicht sicher sind, warum. Was sehen Sie, was andere nicht sehen? Wenn Sie eine Theorie über die Geschichten haben, die Ihre Sammlung erzählen könnte, und die Neugierde, herauszufinden, ob Sie Recht haben, sind Sie ein echter Sammler im Werden. (Quelle)

Seltsames Manuskript.

Gefundene Manuskripte von unbekannten Autoren haben immer eine Enigma inne. Weder wissen wir, wer der Autor war; noch, was den Autor motiviert hat. In bestimmten Fällen ist es gar schwer zu erklären, worum es in dem Manuskript eigentlich geht.

Die Geschichte ist voller solcher Entdeckungen – wie das Voynich-Manuskript, das Œuvre von Charles A.A. Dellschau, der Codex Seraphinianus. Nun, der letztere ist von einem italienischen zeitgenössischen Künstler, Luigi Serafini, gemacht worden.

Voynich Manuscript (Source: beinecke.library.yale.edu) // Charles Dellschau Collages (Stephan Romano Gallery) // Codex Seraphinianus

Über Dellschau als Autor wissen wir (auch nach den umfangreichen Recherchen) fast nichts. Noch weniger wissen wir über das Voynich-Manuskript, das zur Sammlung der Beinecke Rare Book & Manuscript Library der Yale University gehört, wo übrigens Heather O’Donnell als kuratorische Assistentin arbeitete.

Vor einiger Zeit stieß sie auf ein geheimnisvolles Manuskript. Es bestand aus 106 losen Blättern, die fast 7000 kleine Farbabbildungen eines unbekannten Künstlers enthielten und mit den Jahren 1940-1946 datiert waren. Sie kaufte dieses Manuskript von einem deutschen Buchhändler, der es in Zürich erworben hatte.

Gegenwärtig trägt das Manuskript den Codenamen „Europa Redux„.

Auf der Suche nach Hilfe, um die Botschaften zu entziffern und den Autor zu identifizieren, eröffnete sie ein Instagram-Konto:

https://www.instagram.com/europaredux/

Versteckte Botschaften? Psychiatrie? Mysterien?

Trotz einer beträchtlichen Anzahl von Zeichnungen wird kein Motiv wiederholt. Aber wir können einige Kategorien beobachten:

  • Menschen, die etwas tun
  • Straßenansichten
  • Industrielle Motive
  • Landschaften
  • Abstrakte Kunst

Es gibt viele bühnenähnliche Dekorationen:

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A puzzle?

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Aber die wohl rätselhaftesten Teile sind all diese „Unterschriften“ (falls das überhaupt solche sind): in einer unbekannten Sprache, die manchmal an Schwiizerdütsch, manchmal an Esperanto und andere reale und fiktive Sprachen erinnert.

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Courtesy Honey&Wax Books

LEBSEAN, OHI AHI, KAMPH eh, O’ruh – sie klingen wie verzerrte Begriffe oder dadaistisch zerstückelte Wörter. KAMPH eh wie Kämpfer, Ruh in O’ruh?

Im Gegenteil, man emtdeckt auch vorhandene – oder angeblich verständliche – Wörter:

Courtesy Honey&Wax Books

KOMPTOIR ist ein Schweizer Begriff für „Zähltisch“.
AKTI ist ein leicht verzerrtes Wort „AKTE“ (oder „AKTENTASCHE“), das „Aktentasche“ bedeutet.
GRAND MACAZINE sieht aus wie GRAND MAGAZINE – ist es ein Zeitungsverlagsgebäude? Tages-Anzeiger?

In den Instagramm-Kommentaren zum teilen Besucher ihre Ideen und Hypothesen über Sprache und Bedeutung.

Courtesy Honey&Wax Books

Piliz bedeutet auf Deutsch Pilz / Signo könnte ein Zeichen bedeuten / in Torri kann man das deutsche Wort Tor (Tor) erkennen, wie Stefan Mesch bemerkt.

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Courtesy Honey&Wax Books

Ringbahnpoesie teilt auch einige Ideen dazu:

Steno rhi“ klingt wie „Stein am Rhein„, ein kleines historisches Städtchen im Nordosten der Schweiz, und die Architektur sieht tatsächlich so aus wie die hier abgebildeten Häuser. „Nibeli“ ist ein altes schweizerdeutsches Wort für ein mürrisches Gesicht, wie es gezeichnet wird.

Wenn wir das STENO RHI mit Ansichten der Stadt „Stein am Rhein“ vergleichen, gibt es in der Tat viele architektonische Ähnlichkeiten:

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Auch könnten wir KLENO TRIP als „Kleiner Ausflug„, einen „kurzen, spontanen Spaziergang„, verstehen.

Korneli – Maiswand? (nicht British Cornwall, sondern nur Wall of Corn):

„“Wales“ leitet sich ab von dem proto-germanischen Wort Walhaz, das „romanisierter Ausländer“ bedeutet; über Old English welisċ, wælisċ, wilisċ, was „Romano-British“ bedeutet; bis hin zum modernen englischen Walisisch. Dieselbe Etymologie gilt für Cornwall und für Wallonien in Belgien.“ (Wikipedia)

Und wir haben auch Wallis in einem anderen Bild:

Ist es Rätoromanisch? Oder Französisch? Wisst Ihr noch, in Faust I:

Das Püppchen geknetet und zugericht’t,
Wie’s lehret manche welsche Geschicht‚.

Wo „welsche Geschicht“ auf die frivolen Französischen Romane zurückzuführen sei.

Manchmal scheint die alternative Realität mit unserer zu verschmelzen, wenn wir dies sehen:

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A name I know, an image I don’t.

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Auch bei aller Kenntnis des weltberühmten Namens kann ich das Motiv immer noch nicht nachvollziehen.

Einige Bilder mit abstrakten, aber präzisen Formen und frischen Farben ähneln russischen Konstruktivisten und Suprematisten wie Kasimir Malevič oder auch Dadaisten und Kubisten wie Tristan Tzara und Fernand Léger:

V.l.n.r.: Europa Redux (Honey&Wax Books) // Rechts: „Suprematismus“ von Kasimir Malevič, 1915 // Tzara&Leger, La Face Interíeure, 1953

Heather O’Donnell vermutet, es könnte eine „Art und Weise sein, eine Besessenheit zu verarbeiten“, Kunst als Therapie.

Ich habe diese Bilder mit einer KI-generierten Kunst verglichen (die auf einer riesigen Kunstbilddatenbank trainiert und während kontinuierlicher Iterationen erstellt wurde). Hier ist ein Beispiel, das ich kürzlich mit Hilfe von StyleGAN2 erreicht habe:

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AI generated art. #StyleGAN2

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In den Kommentaren schrieb Heather O’Donnell eine interessante Beobachtung:

Es gibt ein Gefühl, als ob das Europa-Manuskript durch einen Algorithmus erzeugt zu werden scheint, die Ideen immer wieder durcharbeitet, ohne sie jemals exakt zu duplizieren. Der Händler, von dem ich es gekauft habe, glaubte, dass es das Werk eines Geisteskranken mit einer Form von der Zwangsstörung sei.

 

Was ist nun Europa Redux?

Wir können nur raten, ob es sich um eine echte Sprache oder um einen Code handelt. Vergessen Sie nicht – das Manuskript wurde angeblich während des Zweiten Weltkriegs in der Schweiz erstellt. In jenen dunklen Tagen wurde die Schweiz wieder ein Exilziel für Flüchtlinge (wie während des Ersten Weltkriegs), aber die friedliche Atmosphäre war mit verschiedenen pro-nazistischen Bewegungen in der Schweiz trügerisch.

Haben Sie eine Vermutung, worum es hier geht?

Verfolgen Sie die Geschichte von Europa Redux auf Instagram.

Ich bin genauso fasziniert (und ratlos) wie Sie.