Merzmensch

DADAistisches und dadaLOSES

Superfizialität. Einführung

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Heute, liebe Freunde, befassen wir uns mal mit der Superfizialität.

Jetzt werden manche fragen:
„was hinkt der Kerl auf einem Fuss?“  „Was wirft der Kerl um sich herum mit nicht existenten Termini?“

Nun, so inexistent ist dieser Terminus auch wieder nicht. Ausserdem, wie der berühmte Jacque Demolièr in seinem Meisterwerk „Le déluge c’est moi“ schrieb:

„eine begrifflichkeit wird geboren, wenn sie durch die applikative tätigkeit erzwungen wird. somit wird le monde perplexe zu einer subjektbezogenen reflexion von der immerwährenden genese der ohnehin so zweifelhaften glaubhaftigkeit“

Ja was ist im Grunde eine Superfizialität nicht, als die Oberflächlichkeit. Doch dieses leicht klingendes Wort signifiziert ein verhängnissvolles Phänomen, das für unsere kulturelle Krise besonders symptomatisch ist.

Krise? – fragt Ihr? –  was für eine Krise?

Nun, das ist gerade der Casus Knacktus: wir merken es gar nicht, wie wir verblöden – und von Medien superfizialisiert werden.

Jaja,  – sagt Ihr, – Die medien… Die sind wohl wieder schuld. Wie banal.

Und Ihr werdet in zweierlei Hinsichten recht haben:

  1. es ist banal
  2. Medien sind schuld (u. A., meine lieben, u.A.)

Doch die Medien sind eher derer verräterischen Tätigkeit schuldig: sie verraten uns, daß wir verblöden.

Nehmen wir die Werbung als Beispiel.
Nein, die Werbung macht uns zwar auch blöde, doch sie zeigt darüberhinaus etwas anderes: sie charakterisiert die Zielgruppe, an die sie (die Werbung) gerichtet wird.

Bestimmt werdet Ihr nicht zu einem habilitierten Kunstwissenschaftler sagen:
„ey, die hannah höch is ja sowas von goil! so einen apparat hatte die tussi. voll respekt, ey“.

Und zu einem Fussballspieler werdet ihr kaum sagen:
„Ihr Vokabular weiset immense Mängel auf. Und es heisst auch nicht „wegen dem Schiedsrichter“, sondern „wegen des Schiedsrichters“. Ausserdem hätte die aktive Nutzung der Konjuktive bei der Wiedergabe der indirekten Rede
ihrer Sprachstilistik keine unmittelbar große Schäden anrichten müssen“.

Wir wissen, wie wir kommunizieren sollten, denn wir kennen mehr oder weniger unsere Zielgruppen zum Moment der Kommunikation. Die Werbungsmacher sollen jedoch ihre Zielgruppen kennen, denn sonst geht das ganze Marketingprojekt flöten für die Katz.

Und nun – in unseren nächsten illustren Runden betrachten wir die besonders frequentierten Bereiche und deren Werbung/Nachrichten-Inhalte. Denn hier ist man Mensch, hier darf man sein. Hier unterliegt man freiwillig dem Gruppenzwang der Sozialisation. Hier wird man auf eine subtile Art und Weise dem Brainwashing unterzogen – ohne es zu wissen, und ohne es nicht willentlich unter die Lupe nehmen können zu wagen.

Superfizialität

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