Merzmensch

DADAistisches und dadaLOSES

Lebensrettende Internet

5 Kommentare

Eine moskauer Ärztin, die einen Blog über ihr Leben führt, berichtete gestern über einen Patienten, der Erinnerungsschwächen hatte und nur den eigenen Namen und Geburtstag kannte. Es gab ausserdem eine Adresse in Ufa, die anscheinend mit diesem Mann etwas zu tun hatte.

So bat die Ärztin ihre Leser um Hilfe, weil wenn der Mann von seinen Verwandten nicht abgeholt werden kann, es für ihn sehr tragisch enden würde.

So fingen die Leser an, im Internet zu recherchieren. Sie nutzten lokale Foren, Internet-Karten, Suchmaschinen, sie telefonierten, identifizierten das Foto des Mannes…

Und am nächsten Tag fanden sie den Sohn des unbekannten Mannes, kontaktierten ihn und organisierten die Rückreise des Patienten von Moskau nach Ufa (1.519 km Entfernung).

Ich finde, das ist das beste Beispiel für die lebensrettende Kraft von Internet und Social Networking.

Hier ist dieser Blog (auf Russisch).

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5 Kommentare zu “Lebensrettende Internet

  1. Hoffentlich wollte der arme Kerl auch gefunden werden…

  2. Dies sind so die Momente, in denen selbst Sarkastenbrote wie ich seltsam angerührt sind (das hatte ich jetzt auch ohne Ironie gemeint)…

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