Merzmensch

DADAistisches und dadaLOSES

Schwitters lebt!

4 Kommentare

Ich höre in letzter Zeit öfters Podcasts – es gibt jede Menge davon, und so spannende darunter. 

Kurt Schwitters

Nun seit einiger Zeit werde ich in vielen diesen Podcasts von Kurt Schwitters heimgesucht. Es ist nicht so, dass ich explizit nach Podcasts mit/über Kurt Schwitters suche (was ich eigentlich tun sollte). Doch es ist so, dass die Podcasts, die ich finde, sich plötzlich wie Portale in die andere Dimension öffnen, und an der Schwelle steht Kurt Schwitters und lächelt enigmatisch.

Schaut mal, ich habe einen russischen Podcast gehört, unter dem Titel „Aerostat“. Der Podcast wird von dem berühmten russischen Sänger/Dichter/Künstler Boris Grebenschtschikow (kurz: BG) moderiert. Er ist mit seinen philosophisch-absurden und durchaus dadaistischen Texten in der Gruppe „Aquarium“ bekannt geworden. In seiner neueren Sendung spricht er über die Musik des Musiker-Experimentators Brian Peter George St. John le Baptiste de la Salle Eno, Kurz: Brian Eno.

Und Brian Eno war von Kurt Schwitters beeinflusst! Er hat sogar die Ausschnitte von „Ursonate“ in seinem Werk „Kurt’s Rejoinder“ aus dem Album „Before and After Science“ benutzt.

Hier, für alle, die es schön hören wollten: http://songza.fm/~fmfc5q

Ich wusste davon nicht, so dass ich ziemlich überrascht war, als ich plötzlich Stimme von Kurt Schwitters völlig unvorbereitet hörte.

Hier ist der Link zu dem Podcast mit Musik von Brian Eno (aber auf Russisch):
http://aerostat.rpod.ru/121831.html

***

Doch kaum dieser Podcast aufhörte, da war schon der nächste dran. Zugegebenermassen wusste ich, was auf mich zukommt: Podcast von Blixa Bargeld von „Einstürzenden Neubauten“ zu seinem Album „Alles wieder offen“.

http://alles-wieder-offen.com/blog/

Da er in seinem Podcast darüber erzählte, wie er auf die Idee mit Dadaismus kam, war auch über Kurt Schwitters die Rede, sogar ein kleiner Ausschnitt aus seiner Ursonate. Eigentlich, hat er in seinem Podcast alles erklärt, was ich Euch damals bei meiner dadaistischen Analyse seines Liedes präsentierte. (Aber auch wenn ich davon wüsste, würde ich trotzdem Euch mit meiner Analyse nicht verschonen).

Ich hatte mich doch sehr gefreut, Kurt Schwitters zu hören.

***

Doch dabei blieb’s nicht: im nächsten Literatur-Podcast, präsentiert von Winsconsin Public Radio, ging es um Märchen.
http://www.wpr.org/book/090628a.cfm
Und ein Märchen, das in seiner völlen Länge zitiert wurde, war für mich wie ein Déjà-vu. Und es stimmte doch: das Märchen hiess „Der glückliche Hans“ und war ebenso von Kurt Schwitters geschrieben. (Ich konnte kaum glauben, aber es war wieder wahr).

Also lässt mich Kurt Schwitters nicht los, so werde ich ihn auch nicht loslassen.

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4 Kommentare zu “Schwitters lebt!

  1. Hallo, Dein Beitrag scheint sehr interessant.
    Ich muss mir Zeit nehmen und in alle Ruhe alles lesen.

    lg

    poc

  2. Schwitters lebt – allerdings….ich habe in den 80. Jahren einige Schwitters-Bilder gesehen und seitdem lässt er mich nicht los – egal, wo ich hingehe, da ist Schwitters. Es ist unheimlich.

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