Merzmensch

DADAistisches und dadaLOSES

Hauschka

2 Kommentare

Podcasts zu hören bringt manchmal Wunder. Zum Beispiel, Podcast „New Sounds“ von WNYC. In der Ausgabe #3049 geht es um den deutschen Komponist Hauschka (aka Volker Bertelmann). http://beta.wnyc.org/shows/newsounds/2010/mar/12/

Hauschka ist ein Pseudonym. Doch für mich persönlich klingt es sehr bezeichnend.
Denn nach dem brutalen Stamm hau- folgt Deminutivsuffix aus dem Russichen -schka. Hauchen. Seine Musik haut mit seiner Fragilität um.

Er präpariert Klaviere auf seltsame Art und Weise, und dann klingt alles plötzlich ganz anders. Hier, zum Beispiel, sein Live-Konzert in Tokyo:

Die Musik greift deine am weitesten entfernte Erinnerungen und alles mögliche, so dass du am Ende nur da sitzt und nickst, im Sinne von: „ja…“ oder „genau so!“.

Aber die Verbindung mit dem Visuellen macht das ganze noch reicher.

Hier zum Beispiel, das geniale Video (Jeff Desom) zur genialen Musik (Hauschka). (Am Besten im Vollbild geniessen).

Morgenrot

http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=3186143&server=vimeo.com&show_title=1&show_byline=1&show_portrait=0&color=&fullscreen=1

Hauschka – Morgenrot from Jeff Desom on Vimeo.

Und hier ist noch was geniales brutales etwas blutiges aber umhauendes. Hauschka haut um. Sanft und mild.

Bloksky
(Film: Jeff Desom), Hauptdarsteller: Hauschka selbst.
Ebenso Vollbild unumgänglich.

Gute Nacht.

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2 Kommentare zu “Hauschka

  1. Zuerst dachte ich an Eric Satie. Aber nein, doch etwas anderes.
    Besonders mag ich den zweiten Film mit Flügel. Ein Kunststück. Absolute Übereinstimmung des Visuellen mit dem Musikalischen. So viele Assoziationen habe ich: Flügel aus dem Film „Piano“, der langsam im Ozean verschwindet, und auch der aus dem Fenster geworfene Flügel von Neuhaus, oder eine Zitat aus Kierkegaard…
    Un den ersten Film kann man am Besten mit geschlossenen Augen hören. Diese Monotonie, wie das Rattern des Zuges, der in die Vergangenheit eilt.

    • Ja, da ist was in diesem Rhythmus. Das Wunderbarste ist: er steckt in die Saiten irgendwelche Sachen rein, und dadurch entsteht plötzlich Rhythmus, Rattern, Perkussion. Hauschka bereichert Klavier durch Fremdkörper, die plötzlich mit dem Instrument harmonisieren.

      Und ja, „Piano“! In dieser Musik ist auch etwas von Michael Nyman. Diese Atmosphere des Nebels. Das stimmt.

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