Merzmensch

DADAistisches und dadaLOSES

Jane McGonigal und die Macht des Spiels

2 Kommentare

240px-Jane_McGonigal_-_Foo_Camp_2008Das Leben ist ein Spiel.

Das hat mehrfach Jane McGonigal bewiesen. Die Leser meines ARG-Blogs kennen bereits diese einzigartige Person. Sie beschäftigt sich mit Spielen – im Leben, als Kulturbestandteil, als Wissenschaft. Auch Ihre 573-Seitige Dissertation trägt den Namen „This might be a game“, zu finden auf ihrer Homepage.

http://avantgame.com/

Ihre Spiele nennt man „Serious Games“ – sie sind mehr als nur pure Unterhaltung. Sie verbinden Menschen, und lassen sie nachdenken, aber nicht auf eine didaktische Art und Weise, sondern immer – spielerisch.

Auf der TED-Konferenz hat sie die unendliche Kraft des Spiels hervorgehoben, und zwar gerade bei der Gruppe, die hierzulande so kritisch und skeptisch angesehen wird: die PC-Zocker, die stundenlang vor ihren Computern verbringen. Diese frische Perspektive auf das unendliche Potential solcher Spieler ist wahrlich sehenswert.

(Video ist mit deutschen Untertiteln)

http://video.ted.com/assets/player/swf/EmbedPlayer.swf

Vor einem Jahr war sie schwer krank und musste aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes auf die Dinge verzichten, die unseren Alltag bilden (auf lesen, auf das Internet etc.).

Nun könnte sie ganz pessimistisch die Tage mit Selbstmitleid verbringen.
Jane jedoch hat das gemacht, was sie sonst immer tut: sie hat gespielt. Sie dachte sich die eigene Rolle, die Spielregeln aus,
Sie hat ihren Zustand spielend verarbeitetund sie hat gesiegt!

Denn, wie sie es selbst sagt:

Schmerzen sind unausweichlich.
Leiden ist optionell.

Aber schaut es Euch am Besten selbst.

Davon können wir vieles lernen. Denn auch die Dadaisten haben die Welt spielerisch angesehen. Und sie hatten recht gehabt. Wahrscheinlich, weil beim Spielen wir eine Distanz zu uns selbst ausarbeiten – und dann sehen wir, dass alles tatsächlich nicht so schlimm ist, wie wir es uns vormachen.

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2 Kommentare zu “Jane McGonigal und die Macht des Spiels

  1. Schoene Philosophie, die du hier aufzeigst und die ich mitunter, recht possessiv, “meine“ nenne. Der Verweis auf DADA und wie die es gesehen haben, gefaellt mir imgleichen.

    Man koennte jetzt noch zusaetzlich des langen und des breiten auf Forschungsergebnisse eingehen, die beweisen, dass “entstresste Konversation“ auch dafuer sorgt, dass Menschen in bestimmten angespannten Situationen weniger Stresshormone ausschuetten oder man koennte die Band Cake zitieren:

    “some people like to make life a little tougher than it is…“ usw, will sagen:
    man muss generell mal ein bisschen Serioesitaets-Tempo rausnehmen und nicht immer so lautstark und geistesschwach nach der Realitaet rufen, denn davon bekommt man ohnehin schon genug geliefert.

    Spannender Link! Bin zwar viel bei TED unterwegs, aber diese (uebrigens recht huebsche Dame, aber darauf soll es hier nicht ankommen) war mir bisher noch nicht untergekommen.

    Ja, ich unterschreibe dir das: spielen wir das Leben also unbedingt mehr!

    (Leider dachte sich das wohl leider auch blog.de beim Posten eines Pokerwerbe-Spots in diesem deinen Eintrag)…

    • Ich freue mich, neue Dada-Freunde auf meinem Blog willkommen zu heissen 🙂
      Das mit Seriösitäts-Tempo ist wirklich wahr – man ist heutzutage ziemlich bierernst, und das ist, denke ich, einerseits ein unsere-gesellschaft-runterziehender Aspekt, andererseits bin ich dieser bierernsten Gesellschaft dafür dankbar, da sie sich deswegen für Dada-Bearbeitung am Besten eignet.

      Jane McGonigal ist hierzulande noch leider unbekannt, doch ich hoffe, ihre weitere Aktionen werden immer mehr internationale Beteiligten ansprechen.

      Und mit Werbung in blog.de muss ich zur Zeit leben, wobei sie geht mir langsam auch auf die Merz-Nerven, so dass ich irgendwann doch Premium account erwerben werden.

      Und wie gesagt: immer willkommen 🙂

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