Merzmensch

DADAistisches und dadaLOSES

Einfach mal über das Sonnensystem

5 Kommentare

Neulich habe ich mal wieder einen spannenden Podcast gehört. Diesmal ging es schlicht und einfach über unser Sonnensystem. Und über Geschichte der Astronomie. Und über die Entdeckungen neuer Planete. Da es sich um Chaosradio handelt, war es sowieso wie immer höchst hörenswert. (Mit Tim Pritlove als Moderator und Florian Freistetter als Experte für Sonnensystem).

Hier zum Download: http://chaosradio.ccc.de/archive/chaosradio_express_156_sonnensystem.mp3

Zum Beispiel, Pluto, der einzige von USA (durch das Lowell-Observatorium in Flagstaff, Arizona, 1930) entdeckte Planet. Stolz und Ehre von Uncle Sam. Nur leider hat 2006 die Internationale Astronomische Union die Planeten neudefiniert, so dass Pluto Bezeichnung „Planet“ aberkannt wurde, sehr zum Ärgern von Amerikanern. Jetzt ist er offiziell ein Zwergplanet. Aber in Bundesstaat Illinois wurde Pluto per Gesetz wieder zum normalen Planeten erklärt (schreibt Florian in seinem Blog bei scienceblogs.de)

Oder mal was ganz anderes: die eschatologische Asteroiden (aus der Familie der Dinokiller). Denn irgendwann wird so ein Ding wieder einschlagen. Oder, wie Florian es klar und deutlich definierte:

Die Frage ist nicht ob, sondern wann.

Man muss bereits jetzt an der Lösung arbeiten, denn sonst wird es eines Tages zu spät.

Dabei: mit Atombombe das Ding zu sprengen (wie im Hollywood-Blockbuster „Armageddon“ [die einzige Sünde von JJ Abrams – als Drehbuchautor, die ich ihm bereits verziehen habe]) – das wird alles nur schlimmer machen: statt eines grossen Dingens wird die Erde von Tausenden kleinen getroffen.

Hier sind aber u.a. die ultimativen Möglichkeiten, einen Asteroid zu stoppen (oder zu bremsen).

  1. Marzialisch. Atombombe vor dem Asteroiden sprengen (damit er sich anders überlegt, bezüglich seiner Flugbahn)
  2. Dadaistisch. Asteroiden zur Hälfte weiss anmalen. Dann wird das Licht auf eine gezielte Art und Weise absorbiert bzw. reflektiert, so dass der Asteroid von seiner Laufbahn gebracht wird.
  3. Minimalistisch. Einen riesigen Raumschiff bauen, hinfliegen und… nichts machen. Denn allein die Ausmassen und Gewicht des Raumschiffes wird eine ganze andere Gravitationssituation zwischen den beiden erzeugen, so dass der Single Asteroid vertröstet und nicht mehr allein ist. Dann wird er nicht mehr verbittert sein und die Erde verschonen. Darüber muss man einen Film machen.

Das war informativ, und weit weg von den Panikmachereien der Presse. Wie es einmal, kurz nach Weihnachten im Superfizialitätszentrum von GMX stand (beachten sie bitte die Popup-Bildbeschriftung!):

gmxarien

 


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5 Kommentare zu “Einfach mal über das Sonnensystem

  1. 4. Mit Freunden hinfliegen, die Führung übernehmen, die Erde zerstören und ein Leben in Ruhe und Frieden führen!

    PS. Wo ist der Flattr-Button, hast du schon aufgegeben?

    • Oh, das ist ein sehr guter Plan! Da mache ich mit. Wann treffen wir uns?

      P.S. Und danke für die Erinnerung, das flattr ist bei mir immernoch manuell. Habe schon korrigiert.

      • Wir treffen uns HIER, wenn die 13. Sonne im 4. Quadrat untergeht. Unser Pilot ist ein alter Hase: Siegmund Jähn. Proviant bitte nicht vergessen!

      • Abgemacht!

        Und: faszinierend, ich habe noch nie über diese Ausstellung gehört! Sehr interessanter Bericht.
        P.S. Ein kleiner Hinweis: in der URL zur Ausstellung fehlt ein kleines „s“ 😉

      • Diese Dauerausstellung gab es schon zu DDR-Zeiten, weil Jähn als erster deutscher Raumfahrer aus dem Dorf stammt. Ich wollte immer mal hin, es hat aber ein wenig gedauert, bis ich in der Gegend war, und dann habe ich fast einen vollen Tag dort verbracht, Filme gesehen, Bücher durchstöbert, in den Kabinen Platz genommen und aufschlussreiche Gespräche geführt.

        PS. Danke für das „s“, ssssissst schon eingebaut.

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