Merzmensch

DADAistisches und dadaLOSES

Uelzen und andere Gurken.

8 Kommentare

Sommerfrische erfreut unsereins nicht nur nach dem Regen, sondern auch in unseren Salaten. EHEC-Salaten, wohlgemerkt. Denn zugegebenerweise sieht die Liste all der Gemüse-Sorten, in welchen Mr. „Enterohämorrhagischer Escherichia coli“ bereits entdeckt wurde, nach schönen Sommer-Salat-Ingredienden:

Gurken,
Tomaten,
Blattsalat

sind dabei, und seit heute auch noch Sprossen.

Sprossen aus Uelzen.

Von Uelzen, werte Leser, verstehe ich nur Bahnhof. Der Uelzener Bahnhof. Da waren wir nämlich während unserer Hamburgreise umgestiegen. Das besondere an diesem Bahnof ist, dass er von Hundertwasser konzipiert wurde.

Uelzen1-R0026739

 

Uelzen2-R0026731

Uelzen3-R0026736

Und so steht der Uelzener Bahnhof am Friedrich-Hundertwasser-Platz, doch wird der Name Uelzen wohl eher in Verbindung mit Sprossen und in Kooperation mit EHEC in die Medien eingehen. (Hundertwasser längst vergessen). Die Medien haben ja kulturell gesehen eine permanente Diarrhöe. Da bleibt nichts übrig von der Kultur, wenn die geneigten Leser mir diese zweifelhafte Metaphorik erlauben.

Advertisements

8 Kommentare zu “Uelzen und andere Gurken.

  1. Ich glaube kein Wort von den neuen Verdächtigungen gegen Sprossen. Zuerst mussten sie sich bei den Gurken entschuldigen, dann bei den Tomaten, und nächste Woche rutschen sie vor den Sprossen auf den Knien. Zum Glück gibt es auch noch etwas beständig Gutes, der Bahnhof von Uelzen nämlich, den du hier dankenswerter Weise zeigst.

  2. Hundertwasser kann bleiben, die Sprossen sind schon freigesprochen und vergessen. Morgen gibt es bestimmt neue lustige Pressekonferenzen und Sondersendungen.

  3. Schau hier, „Fressmaschine“ sei mit uns, und ansonsten: „Peel it, cook it, or forget it“, mir scheint, wir sind eben doch eine Bananenrepublik.
    Hundertwasser sei mit uns.
    🙂

  4. Ich kann den Uelzener Bahnhof nicht leiden. Man versuche einmal, die typische Umsteigesituation an einem Werktag zur Feierabendzeit nachzustellen und sich das Gedränge in dem viel zu kleinen Gang unter den Schienen hindurch vorzustellen. Hundertwasser hatte wahrscheinlich keine klaustrophobische Veranlagung oder aber nie das Vergnügen, diese Situation mitzuerleben.

    • Hundertwasser ist immer ein Erlebnis (ohne weitere Konkretisierung in die negative oder positive Seite). Ich war erstaunt, auf einmal, zwischen all den Landschaften diese farbenfrohe Microwelt zu entdecken. Auch wenn zugegebenerweise meine Koffer leise schimpften.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s