Merzmensch

DADAistisches und dadaLOSES

Schirn: JaJaNeinNein

4 Kommentare

So ist es immer: man geht blindlings die Strassen entlang und merkt kaum was. Doch überall verbergen sich Gehemnisse. Wie beispielweise in Frankfurt Mitte. So sah ich neulich einen QR Code, gesprayt auf dem Boden einer lebendigen Einkaufsmeile:

DSC_0276l
Normalerweise würde man dieses ohne Kommentar links liegen lassen, doch ich war müßig genug (denn müßig muss ich sein), diesen Code mit meinem Handy zu scannen…

…und folgende Internet-Adresse kam zum Vorschein:

http://www.jajaneinnein.de/

Und sieht eine durchaus direkte Frage:

url

Nun, klickt man Ja! oder Nein!, kommt man zur Auflösung dieses Rätsels:

Mit Ihrer Stimme haben Sie die Installation THE OZYMANDIAS PARADE der Künstler Ed und Nancy Kienholz beeinflusst und darüber bestimmt, ob der finstere Präsident der Parade ein YES oder ein NO über dem Gesicht trägt. Die spektakuläre Skulptur ist neben anderen Werken in einer Ausstellung der SCHIRN zu sehen, erstmals seit den großen Retrospektiven in New York, Los Angeles und Berlin im Jahr 1996.
Quelle: http://www.jajaneinnein.de/index2.php

Mit anderen Worten, Frankfurter Museum Schirn hat sich wieder mal was tolles ausgedacht. Mehr noch: auf der gleichen Webseite besteht Möglichkeit, sich in die Mailingliste einzutragen und dafür die Freikarte für die Ausstellung zu bekommen. Das hat Schirn bereits mit seiner vergangenen Ausstellung „Geheimgesellschaften“ gemacht – und das war gut so.

Wie dem auch sei, findet an diesem Freitag, am 21. Oktober um 19:00 die Eröffnung der Ausstellung. Und man wird sehen können, ob man mit unserer Regierung einverstanden ist oder nicht.

Kunststeckbrief

Was: KIENHOLZ. DIE ZEICHEN DER ZEIT.
Wo: Schirn Kunsthalle Frankfurt, Römerberg
Wann: 21.10.2011 um 19:00

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4 Kommentare zu “Schirn: JaJaNeinNein

  1. Ich bin von den Socken, denn vom QR Code habe ich noch nichts gewusst, mein Handy bringt’s ja auch nicht.

  2. Sehr gelungen. Tolle Aktion.

    • Oh ja. Das macht auf jeden Fall aufmerksam. Interessant ist: sie sprayen mit einer leicht verschwindenden Farbe alle paar Tage. So dass niemand das Museum des Strassenvandalismus bezichtigen kann, aber die Codes sind immer da.

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