Merzmensch

DADAistisches und dadaLOSES


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Impressionisieren Sie doch mal.

New Yorker Botanischer Garten ist nicht nur für seinen 16 Hektar grossen Baumbestand oder seine Riesenbibliothek bekannt. Seit neulich sind sie auch literarisch-kunsthistorisch unterwegs – mit Emily Dickinson (2010), Monet (2012), Frida Kahlo (2015) und nun mit der Ausstellung „Impressionism: American Gardens on Canvas„.

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Photo: Allison Meier, hyperallergic.com

 

Man findet hier keine Kunstwerke der genannten Künstlern, doch der Garten stellt eine Art inspirierende Post-Wiederherstellung der Locus Amoenses dar, die die amerikanische Impressionisten so impressive machten.

Aber auch wenn Sie es doch nicht schaffen, mal kurz rüber nach NY zu taxieren, bietet der Bonatische Garten eine interaktive Online-Spielerei: eine Art animierte Nachempfindung der Impressionisten, die Impressify App. Man muss dafür weder Smartphone noch Tablet besitzen, sondern werden die Bilder, die Sie impressifisieren möchten, per Browser hochgeladen und dann – nach einigen beliebigen Einstellungen – generiert, gerne auch als eine GIF-Animation. Klar, entstehen dadurch total epigonale wannabe Impressionismus-Nachahmungen, doch amüsant ist es nichtsdestotrotzdem 😉

Hier ist mein bescheidener Beitrag:

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Und hier das Original, von mir in Kroatien aufgenommen:

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Kitschig, aber fein. So wie die Werke von Schwitters, die er in Norwegen erstellte, um vom Hunger nicht verrückt zu werden, während er zu gleicher Zeit an seinen Merzbauten arbeitete.

(App gefunden via hyperallergic.com)

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2 Kommentare

Da ist Dada

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Da hat jemand im Museum of Modern Art in San Francisco einfach mal die Brille auf dem Boden liegen lassen.

Und diese De-Plazierung fand sofort den Einklang beim Publikum, das dachte, es sei ein weiterer Kunstwerk. Recht hatte es. Denn wenn auch die lustigen „Übeltäter“ als „Prankster“ von der Presse bezeichnet werden, haben sie nichts anderes gemacht, wie  Duchamp mit seinem Ready-Made. Eigentlich IST es ein Ready-Made in reinster Form. Die Presse hat da nichts zu melden. Banausen.

Ach, und hier sind meine Helden mit ihrer ursprünglichen Meldung.

 


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☞ DADA-FLASH: 22. MÄRZ 2016. LJUBOMIR MICIĆ / ZENIT / REVIEW ZUM YUGO-DADA-FILM „SPLAV MEDUZE“

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Heutiges Offizium des Cabaret Voltaire ist dem Zenitist Ljubomir Micić gewidmet. Der serbische Avantgardist war Gründer der Zeitschrift „Zenit„, die in 46 Ausgaben von 1921-26 erschien und die Europäische Avantgarde um eine wichtige Plattform erweiterte.

Micić verfolgte mit Zenitismus die Tendenz, die Avantgarde von Balkan nach Westen zu bringen, also von Orient nach Okzident, eineAvantgardistische Balkanisierung Europas.

Zenitismus ist Allerrebellischste Tat junger Barbarenrasse.
Micić, Zenit, Nr. 16, S. 41

Fortsetzung – in meinem Wissenschaftsblog.


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IKONOKLASMUS ALS POLITIKUM

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Die Geschichte der Kunstwerkevernichtungen ist lang und schrill. Lassen wir jetzt mal die ISIS-Annihilationszüge durch die Kunstgeschichte, oder Autodafés des staatlichen Totalitaritarismus (sei es „Entartete Kunst“ in München oder „Bulldozer-Ausstellung“ in Moskau) beiseite. Die Urheber der Kunstwerke sind es bisweilen selbst, die an Ihre Arbeit Axt anlegen. So wie hier:

Weil ein Künstler Teil der Ausstellung wurde, vernichtete er seine Werke.

Weiter: in meinem Wissensblog.